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Transkript

00:10

Ist das Zusammenspiel zwischen Kunden und Agentur vergleichbar mit einem Tennis-Match?

00:16

Wie wir vielleicht alle noch vor Augen haben, wurde vor ein paar Wochen auf jeden Fall über 5,5 Stunden in Paris bei den French Open Tennis gespielt und es war das längste Grand Slam-Finale aller Zeiten zwischen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner.

00:30

Wir hoffen als Agentur natürlich auch immer sehr, dass unsere Kundenbeziehungen die Längsten aller Zeiten werden und versuchen, dementsprechend die Rahmenbedingungen gemeinsam herzustellen, damit daraus eine erfolgreiche,fruchtbare, leidenschaftliche Agenturkundenbeziehung wird, die tolle Ergebnisse hervorbringt.

00:50

Tennis-Match ist vielleicht ein bisschen fehlgeleitet an der Stelle.

00:55

Ich würde sagen, für mich ist es so, dass man … Weil Match ist ja immer Wettkampf und gegeneinander agieren und wir agieren natürlich nicht gegen unsere Kunden, sondern mit unseren Kunden.

01:04

Und deswegen ist dieses Abstimmen einer gemeinsamen Strategie, also wie man das beim Tennis-Doppel macht, dass man sich nach jedem Ballwechsel oder vor jedem Ballwechsel, wie auch immer man das sehen möchte, dass man sich abstimmt über die Strategie, wie man in den nächsten Punkt hereingeht.

01:21

Und dazu braucht es viel Transparenz.Dazu braucht es vor allen Dingen auch eine klare Einschätzung über das eigene Leistungsvermögen, aber auch das Leistungsvermögen seines Partners.

01:33

Also was kann ich eigentlich erwarten von einem Kunden, außerhalb von den finanziellen Rahmenbedingungen eines Projekts, sondern was kann ich auch inhaltlich erwarten?

01:42

Wie kann man sich gegenseitig unterstützen in der Zusammenarbeit?

01:46

Deswegen passt auch dieses Bild vom Tennis doppelt so gut: Wir arbeiten sehr co-kreativ mit unseren Kunden zusammen und entwickeln gemeinsam Ideen.

01:56

Wir bewegen uns gemeinsam in dem Ökosystem, in dem bestmögliche Ideen entstehen.

02:02

Wir arbeiten sehr agil.Das ist natürlich so bestmöglich wie in einem Tennisdoppel, dass man einfach klar ist: „Okay, was sind deine Stärken?

02:13

Was sind meine Stärken?Wie können wir diese Stärken bestmöglich gemeinsam ins Feld führen,um erfolgreich zu sein?

02:20

Du hast auch erzählt, dass es sehr oft passiert, dass ihr mit jüngeren Unternehmen auch zusammenarbeitet, wo quasi finanzielle Schwierigkeiten nicht intern bei euch entstehen, sondern auch extern in der Zusammenarbeit eben mit verschiedenen Kunden.

02:33

Magst du dazu vielleicht noch kurz etwas sagen?Ja, absolut. Das Risiko besteht natürlich immer.

02:38

Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb, ganz klar.Klar, wir produzieren Produkte, individuelle Produkte,nicht für die Stange.

02:48

Und das Risiko eines fehlenden finanziellen Ausgleichs für unsere Tätigkeiten, das existiert natürlich insbesondere auch bei jüngeren Unternehmen.

02:58

Wenn man mit Start-ups zusammenarbeitet, die dann vielleicht nicht die nächste Finanzierungsrunde erreichen und dann nicht in der Lage sind, die vereinbaren Honorare zu bezahlen oder sich im Laufe eines Prozesses, eines Projektes die finanziellen Rahmenbedingungen ändern, dann ist das etwas, vor dem wir als System versuchen, uns zu schützen. Das ist wichtig, dass wir das frühzeitig antizipieren, wo das stattfinden kann,dass wir Frühwarnsysteme installieren, um das zu vermeiden, dass wir da ins Risiko geraten.

03:34

Insbesondere vielleicht auch mitunter bei sehr großen Projekten, wenn wir mit sehr großen Projekten oder mit sehr großen Kunden arbeiten auf sehr großen Projekten,dann kann das schon mal sein, dass von unseren 25, 30 Personen die Hälfte vielleicht über mehrere Monate für einen Kunden arbeitet.

03:53

Nicht exklusiv, aber schon mit einem Großteil ihrer Zeit, also sagen wir mal, vielleicht 70, 80%.

03:59

Und das bringt natürlich ein gewisses Risiko mit sich, weil das den Organismus in ein gewisses Ungleichgewicht bringt.

04:04

Wenn dann insbesondere vielleicht auch mit größeren Unternehmen Zahlungsziele sehr langfristig sind, dann geht es für uns natürlich um die Organisation vom Cash-Flow.

04:12

Das spielt eine ganz große Rolle bei uns, weil wir manchmal erst drei, vier, fünf Monate nachdem wir angefangen haben zu arbeiten, das erste Mal unser Honorar sehen, also Rechnungen beglichen werden et cetera.

04:28

Das ist ein wichtiger Teil unseres finanziellen Ökosystems, dass wir das Thema Cash-Flow-Management einfach im Griff haben, dass wir Systeme haben, wo wir frühzeitig erkennen, wo wir was machen müssen, wo man dann auch in den Dialog einsteigt mit unseren Kund: innen, um denen auch unsere Situation klarzumachen, dass die auch verstehen: „Okay, ihr arbeitet jetzt mit der Hälfte der Leute exklusiv, mehr oder weniger, für uns.

04:52

Das heißt, wir müssen vielleicht auch einen Schritt in eure Richtung tun und vielleicht unsere Zahlungsziele für diesen besonderen Fall, für diesen besonderen Case, für dieses besondere Projekt eben entsprechend anpassen.“